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Tumult Royal

 
Tumult Royal
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Spieltitel:   Tumult Royal
Bestellnummer:   KOS647
Autoren:   Klaus Teuber, Benjamin Teuber
Spieleranzahl:   2 - 4
Alter:   ab 10 Jahre
Spieldauer:   ca. 40 Minuten
Hersteller:   Kosmos (2015)
Spielanleitung in:   DE
Kundenbewertung:  
  4.0/5 (1 Stimme. Jetzt bewerten!)
Wichtige Hinweise:  
  • Achtung! Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet. Erstickungsgefahr wegen verschluckbarer Kleinteile.

Beschreibung
Wer zu gierig ist, bekommt was auf die Krone!
Die Aufregung ist groß im ganzen Land. Der König lässt ein Denkmal nach dem anderen errichten und gleichzeitig hungert das Volk. Doch das machen die Bauern nicht länger mit. "Tumult" rufen sie und proben den Aufstand. In diesem turbulenten Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle von Adeligen und versuchen möglichst viele Denkmäler zu bauen. Das kostet Brot, Marmor und Werkzeug, das sie dem Volk rauben. Dazu haben die Spieler in jeder Runde nur wenige Sekunden Zeit, um gleichzeitig Plättchen aufzudecken und jeweils zu entscheiden, sie zurückzulegen oder zu behalten. Doch aufgepasst: Bleibt für das Volk zu wenig übrig, führt dies zu einem Tumult und die gierigsten Adeligen werden bestraft!

Mehr Infos, Bilder und Bewertungen zu diesem Spiel finden Sie auch auf der Website Spiele-Check.de - Das Spiele-Portal.
Fragen Sie uns einfach, falls Sie weitere Informationen zu diesem Artikel benötigen oder ein bestimmtes Spiel in unserem Shop nicht finden können.


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4 von 5 Sternen! Rezensentin/Rezensent: Pascal V. aus Kottgeisering, 11.12.2015
Schätzspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren von Klaus und Benjamin Teuber.

Die Spieler bauen als Adlige reichlich Statuen ihrerselbst im Land und benötigen dafür immer reichlich Ressourcen. Diese knöpfen sie dem Volke ab und tarnen dies als Steuern. Doch irgendwann ist die Schmerzgrenze überschritten und die Bürger gehen auf die Barrikaden, denn wer zu gierig ist, bekommt was auf die Krone^^.


Spielvorbereitung:
Je nach Spielerzahl wird der Spielrahmen zusammengesetzt und entsprechend mit Landschaftstafeln (eine Hälfte offen, eine Hälfte verdeckt) versehen. Das Spielfeld wird etwas seitlich platziert, mittig werden die Warenplättchen verdeckt ausgelegt - je nach Spielerzahl werden zuvor noch einige heraussortiert -, sie sind die "Waren des Volkes".
Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe 25 Statuen, eine Burgtafel (an deren unterem Rand die Statuen eingestellt werden) und eine Gnadenkarte (die Seite "Keine Gnade des Volkes" zeigt nach oben), die links der Burgtafel abgelegt wird.
Zudem erhält noch jeder 15-30 Gefolgsleute (je nach Spielerzahl), die restlichen Gefolgsleute kommen zur Seite. Und schliesslich werden noch die Adelskarten gemischt und (je nach Spielerzahl) entsprechend zufällig an die Spieler verteilt - mit diesen wird die Rangfolge festgelegt - und an der Burgtafel zwischen den Türmen platziert.
Der Spieler mit dem höchsten Rang wird Startspieler und erhält zudem die Tumult-Scheibe und die Sanduhr (20sek.).

Als letztes stellen die Spieler noch ihrer erste Statue auf. Dazu beginnt der Spieler mit dem kleinsten Rang und nimmt sich die Statue ganz links (über der "1") von seiner Burgtafel und setzt sie auf ein Wiesenfeld seiner Wahl, danach folgen die Mitspieler in aufsteigender Rangfolge und platzieren ihre Statuen ebenfalls alle auf einem freien Wiesenfeld.


Spielziel:
Die meisten Statuen aufzustellen!


Spielablauf:
Das Spiel verläuft über mehrere Runden und jede Runde ist in 7 Phasen eingeteilt.

1) Volkes Stimmung erkunden
Der König dreht den Pfeil der Tumult-Scheibe und stellt so fest, wie viele Waren von JEDER Sorte das Volk diese Runde begehrt, wenn der Pfeil auf einer Zahl stehenbleibt. In dem Falle, dass der Pfeil zwischen zwei Zahlen stehenbleibt, wird die kleinere Zahl gewählt!

2) Steuer-Raubphase
In dieser Phase wird zunächst immer erst ein Teil der vorhandenen Warenplättchen temporär entfernt. Dazu nimmt jeder Spieler 3 beliebige Warenplättchen und legt sie (weiterhin verdeckt) zur Seite. Dadurch wird gewährleistet, dass nie die selben Warenplättchen liegen bleiben, oder, dass sich jemand merken könnte, welche Plättchen ausliegen. Die restlichen Warenplättchen sollten nun einzeln und gut erreichbar für jeden in der Tischmitte ausliegen.

Nun beginnt das "Rauben" der Waren und alle Spieler grabschen gleichzeitig nach den Warenplättchen, sobald der König die Sanduhr umgedreht hat.

Zuvor sollten sich die Spieler genau überlegen, welche Warenplättchen sie am ehesten benötigen. Die Statuen verlangen zum Bau unterschiedlichen Arten und Mengen an Waren, je nachdem wo sie gebaut werden sollen. Eine Übersicht hierzu ist auf der linken Seite jeder Burgtafel vermerkt.

Die Spieler haben nun also 20 Sekunden Zeit mit einer Hand sich einzelne Warenplättchen zu nehmen und anzuschauen. Dann behalten sie sie entweder oder legen sie wieder rasch verdeckt zurück.
Entsprechend dem Bauvorhaben sollten die Spieler also dringend benötigte Warenplättchen auf ihre Burgtafel legen und andere wieder zurückgeben, ABER immer dabei beachten, wieviele Waren das Volk "behalten" will! Wer sich hier lauter 3er-Warenplättchen aneignet, hat am Ende vielleicht zuviel "Steuern" erhoben und wird als Gierigster abgestraft.

Sobald die Sanduhr durchgelaufen ist und ein Spieler "STOP!" ruft, endet der Steuernraub und alle Spieler lassen die Hände ruhen^^. Nun werden alle Warenplättchen aufgedeckt.

3) Eventuelle Tumulte ausführen
Unmittelbar nach dem "Raubzug" wird überprüft, ob ein Tumult stattfindet. Dazu werden die Waren jeder Art, die noch in der Tischmitte verblieben sind, zusammengezählt und mit der zuvor festgestellten Bedarfsmenge des Volkes verglichen. Solange die Menge einer Warenart gleich oder größer der in Phase 1 festgestellten nötigen Menge ist, passiert nichts. Sobald aber eine Warenart nicht der verlangten Menge entspricht, kommt es zu einem Tumult durch das Volk.

Jede Ware, die so von einem Tumult betroffen ist, wird bei den Spielern kontrolliert. Diese zählen die jeweiligen Waren nun ebenfalls zusammen und der Spieler, der hiervon (jeweils) die meisten Waren "geraubt" hat, ist der Gierigste und wird vom Volk bestraft - bei einem Gleichstand, trifft es den Spieler mit dem höheren Rang.

Falls ein Spieler die Gnadenkarte mit der Seite "Gnade des Volkes" bei sich liegen hat, darf bei der Ermittlung zuvor noch bei jeder Warensorte 1 abziehen.

Der gierigste Spieler nun muss drei seiner Gefolgsleute abgeben und darf von der (jeweils) betroffenen Ware nur das Plättchen mit dem geringsten Wert behalten, den Rest gibt er dem Volk zurück (offen in die Mitte zurücklegen) - ausser er hat nur ein Plättchen!

4) Statuen aufstellen
Nun dürfen endlich die Statuen gebaut und dem Volk gezeigt werden.
Der König beginnt - und nach ihm folgen die Mitspieler rangabsteigend - und stellt auf einem freien Landschaftsfeld 1-3 Statuen auf (je nach Landschaftsart ist unterschiedlich viel Platz für Statuen vorhanden und entsprechend hoch sind auch die Kosten). Dabei müssen neue Statuen immer an bereits gebaute (eigene) Statuen angrenzen! Ein Aufstellen auf einem beliebigen Feld (nur Wiese und Wald!) ist zwar möglich, kostet aber wesentlich mehr und das neue Feld darf nicht an ein Feld mit eigenen Statuen grenzen.
Dann zahlt er die Kosten (siehe linke Burgtafelseite) in den Vorrat. Wechsel"geld" gibt es dabei nicht, wer zuviel zahlt, weil er nicht passend abgeben kann, bekommt nichts zurück. Aber für jede überbezahlte Ware erhält der Spieler einen Gefolgsmann - sie bewundern den Reichtum^^.
Dies darf aber nicht forciert werden, man kann nicht mehrere Plättchen abgeben und damit überbezahlen, um Gefolgsleute zu erhalten. Es darf nur durch einzelne höherwertige Plättchen zu der Überbezahlung kommen, wenn es nicht anders machbar ist.
Die Statuen werden der Reihe nach von der Burgtafel genommen (von links nach rechts) und es müssen auf dem anvisierten Feld immer die exakte Menge an Statuen gebaut werden! Wer nicht bauen kann, weil z.B. Waren fehlen, passt.

Hat jeder Spieler einmal Statuen gebaut und es gibt noch Spieler, die über genügend Waren verfügen, um noch mehr Statuen zu bauen, folgt eine weitere Baurunde.

Wer gar nichts bauen konnte, erhält zum Trost 2 Gefolgsleute aus dem Vorrat, ausser er war von einem Tumult betroffen.

5) Ränge neu verteilen
Nach dem Bauen werden die Ränge neu festgestellt und zwar wird nun König, wer die meisten Gefolgsleute bei sich stehen hat. Genauso werden die weiteren Ränge neu ermittelt und die zugehörigen Adelskarten evtl. entsprechend umverteilt.

6) Krönung des neuen Königs
Der neue (alte) König muss nun 5 Gefolgsleute in den Vorrat zurückgeben und stellt seine vorderste Statue von der Burgtafel (ganz links) auf das erste freie Feld der Königs-Chronik (obere Rahmenteil) - ab der sechsten Runde, werden je 2 Statuen dort abgestellt.
In der 3. und 5. Runde werden auf der Königs-Chronik die Felder erreicht, die das Aufdecken weiterer Landschaftstafeln erlauben (entsprechend der Spielerzahl).
Schliesslich erhält (behält) er die Sanduhr und die Tumult-Scheibe.

7) Gnade des Volkes erfahren
Der (oder die) Spieler, der insgesamt die wenigsten Statuen aufgestellt hatte, darf die Gnadenkarte auf die Seite "Gnade des Volkes" umdrehen, alle anderen Spieler belassen sie auf der Rückseite bzw. drehen sie auf diese um.

Damit endet die laufende Runde und die nächste Runde wird vorbereitet.
Alle Warenplättchen, auch die anfänglich beiseite gelegten Plättchen, werden erneut gemischt und verdeckt mittig ausgelegt.


Spielende:
Das Spiel kann ab der 6. Runde jederzeit enden. Und zwar wird nach der Krönung des Königs kontrolliert, wie groß der Abstand an aufgestellten Statuen zwischen dem führenden und dem am weitesten hinten liegenden Spieler ist. ist die Statuendifferenz größer, als die Zahl unter den aktuell auf der Königschronik abgestellten Statuen, ist das Spiel automatisch beendet, wenn nicht, wird weitergespielt.
Nach dem Einsetzen der letzten Statuen auf der Königs-Chronik endet das Spiel aber auf jeden Fall und wenn ein Spieler seine 25. Statue aufgestellt hat, endet es sofort.
Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten und bei Gleichstand, der Spieler mit dem höheren Rang.


Fazit:
"TR" ist mal was anderes und dabei auch noch sehr interessant. Das Spiel aus dem berühmten Hause Teuber weiss durchaus zu gefallen und bietet interessante Spielabläufe.

Die Regeln sind zum Teil etwas nachlesensbedürftig geschrieben, ergeben aber nach den ersten Runden durchweg wieder Klarheit beim Spieler und so gestalten sich die Spielrunden auf Dauer relativ kurzweilig.
Spannung kommt immer bei der Nutzung der Tumult-Scheibe und dem anschliessenden Räubern auf, denn jedes Mal hofft man, das das Glück diesmal mit einem ist. Und hier kommt es dann auch u.U. auf Dauer zu einer Unausgeglichenheit zwischen den Spielern, denn wen das Pech anhaltend verfolgt, hat kaum Chancen auch nur in die Nähe einer brauchbaren Punkte-Endwertung zu gelangen.

So mussten in einigen Testrunden vereinzelt Spieler feststellen, dass das Spiel an ihnen vorbeilief und so witzig das Zuschauen auch eine Weile ist, kam dann eher Desinteresse auf. Dies ist natürlich extremes Pech, aber auch sonst ist das Spiel schnell auf einem sich wiederholendem Level angelangt, so dass nach einer Partie meist erst eine Pause und Ablenkung mit "anderem" gesucht wird.

Taktische Tiefe ergibt sich für die motivierten Spieler durchaus mit der vorausschauenden Platzierung der Statuen auf den unterschiedlichen Landschaftsfeldern, sowie mit deren Bestückung und Kostenabwägung. Interaktion dagegen kaum, ausser indem den eh schon "verpechten" Spielern noch schön die Felder auf den Landschaftskarten zugebaut werden.

Dabei weiss das Spiel ansonsten ja zu gefallen, Idee, Gestaltung, Komponentenqualität, alles passt zum Autor- und Verlagsstandard, aber zum ganz großen Wurf reicht es dann doch nicht. So bleibt ein feines Spiel, das gerne mal hervorgeholt wird, nur eben nicht so oft.




weiterführende Hinweise:
- Verlag: KOSMOS
- BGG-Eintrag: https://boardgamegeek.com/boardgame/180 ... ult-royale
- HP: http://www.kosmos.de/produktdetail-1086 ... oyal-7942/
- Anleitung: deutsch
- Material: sprachneutral
- Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=15738
- Online-Variante: -
angezeigte Meinungen: 1 bis 1 (von 1 insgesamt)
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