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Review

Project Skyline

Review by Pascal V. aus Kottgeisering
04/15/2026

Review-Fazit zu „Project Skyline“, einem strategischen Städtebauspiel.

[Infos]
für: 2-4 Spieler
ab: 12 Jahren
ca.-Spielzeit: 60min.
Autor: Florian Maas
Illustration: Lars Besten
Verlag: Piatnik
Anleitung: deutsch
Material: deutsch

[Download: Anleitung/Übersichten]
dt.: [Link Entfernt] (s. u.)

[Fazit]
Die Skyline zweier Weltmetropolen wächst Zug um Zug in die Höhe, während sich am Spieltisch ein stiller Wettstreit entfaltet, der weniger mit Beton und Stahl zu tun hat als mit cleverem Deckbau, Timing und der Kunst, im richtigen Moment das richtige Stadtviertel zu besetzen. „PS“ verbindet das vertraute Gefühl eines strategischen Städtebau-Spiels mit der Dynamik eines Deckbuilders und erschafft daraus einen erstaunlich eleganten Wettbewerb um Prestige, Profit und die begehrtesten Bauplätze der Stadt.

Die Spielschachtel öffnet sich wie ein Werkzeugkasten für urbane Visionäre. 120 Etagen in vier Farben, ein doppelseitiger Spielplan mit New York City und Tokyo, Märkte für Basis- und Upgrade-Karten, Monumente, Sperrzonen und Charaktertafeln, die den eigenen Fortschritt strukturieren. Die Anleitung beschreibt das Setting als Wettstreit von Profis der Baubranche, die in den attraktivsten Gebieten weltbekannter Großstädte ihre Projekte verwirklichen wollen – und genau dieses Gefühl entsteht bereits in den ersten Zügen, wenn die ersten Etagen gesetzt werden und die Stadt langsam Form annimmt.

Der Spielablauf folgt einem klaren Fünf-Schritte-Rhythmus, der jede Runde strukturiert und zugleich genug Raum für taktische Entscheidungen lässt. Zunächst wirft man einen Blick auf die Märkte. Entweder wird eine Karte aus dem Basis-Markt gekauft oder eine Handkarte aufgewertet, indem sie entfernt und durch eine passende Upgrade-Karte ersetzt wird. Dieser Schritt ist optional, aber oft entscheidend, denn das eigene Deck bestimmt, wie flexibel und mächtig die kommenden Züge werden.

Anschließend folgt das Herzstück des Spiels, das Ausspielen der Karten. Jede Karte zeigt Symbole, die den vier Gebietsfarben entsprechen. Ein Symbol wird gewählt und alle passenden Karten dürfen ausgespielt werden. Ihre Effekte erlauben das Bauen von Etagen in bestimmten Gebieten, das Erhalten von Geld, das Versetzen eigener Etagen oder das Nutzen besonderer Bedingungen wie Wasserfelder oder Monumentnähe. Jede Etage, die gesetzt wird, verändert die Stadt – und oft auch die Pläne der Konkurrenz. Gebäude wachsen übereinander, denn Etagen dürfen auf bereits bestehende gebaut werden, solange die Maximalhöhe von sieben Stockwerken nicht überschritten wird.

Besonders reizvoll sind die Monumente, die je nach Spielplan unterschiedlich funktionieren. In New York City entsteht ein Netz aus Verbindungen zwischen dem zentralen Wahrzeichen und den Monumenten, das nur durch eigene, oberste Etagen zusammenhält. In Tokyo hingegen zählt die reine Präsenz. Wer genügend angrenzende Felder kontrolliert, erhält den Bonus. Diese Boni reichen von Geld über kostenlose Karten bis hin zu Upgrades – kleine, aber oft spielentscheidende Vorteile, die das Timing der eigenen Bauaktionen enorm wichtig machen.

Sobald ein Gebiet vollständig bebaut ist, kommt es zur Gebietswertung. Die Gesamtzahl aller Etagen bestimmt den Wert des Gebiets und wer dort die meisten obersten Etagen besitzt, erhält den vollen Betrag. Der zweite Platz erhält die Hälfte. Diese Wertungen sind Momente, in denen sich die Spannung verdichtet, denn oft entscheidet ein einziges Stockwerk über mehrere Geldpunkte – und damit über Sieg oder Niederlage.

Der Zug endet mit dem Nachziehen auf vier Handkarten, wobei der Ablagestapel neu gemischt wird, sobald der Nachziehstapel leer ist. Dieser konstante Kreislauf aus Deckoptimierung, Bauaktionen und Wertungen erzeugt einen angenehmen Spielfluss, der trotz dezent strategischer Tiefe nie ins Stocken gerät.

Das Spiel endet, sobald jemand das goldene Feld der Geldleiste erreicht oder überschreitet. Dann folgt eine letzte Runde und schließlich die Schlusswertung, bei der Kartenwerte und besondere Endbedingungen der Spielplanseite ins Gewicht fallen. In New York City bringen siebenstöckige Gebäude zusätzliche Punkte, während in Tokyo die Vielfalt der besetzten Gebiete belohnt wird.

„PS“ entfaltet seine Stärke im Zusammenspiel aus langfristiger Planung und spontaner Reaktion auf die sich verändernde Stadt. Jede Etage, die gesetzt wird, verändert die Dynamik, verschiebt Machtverhältnisse und eröffnet neue Chancen. Der Deckbau sorgt dafür, dass sich die eigene Strategie im Laufe der Partie schärft, während die Monumente und Gebietswertungen immer wieder kleine taktische Wendungen provozieren. Die doppelseitige Karte bietet zwei unterschiedliche Herausforderungen: New York City mit seinem Netzwerkdenken und Tokyo mit seiner flächigen Kontrolle.

Am Ende entsteht ein Spielgefühl, das sowohl strukturiert als auch lebendig wirkt – ein urbanes Puzzle, das sich mit jeder Partie anders zusammensetzt. Wer Freude an strategischem Deckbau, cleverem Timing und räumlicher Kontrolle hat, findet hier ein Spiel, das seine Mechanismen elegant verzahnt und die Skyline am Tisch Runde für Runde wachsen lässt.

[Note lt. Kompetenz-Team]
4.5 von 6 Punkten.

[Links]
BGG: [Link Entfernt]
HP: [Link Entfernt]
Ausgepackt: n/a

[Galerie: 9 Fotos]
[Link Entfernt]

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