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Review

Für die Krone

Review by anonym
02/16/2026

FÜR DIE KRONE - MIT LIST UND TÜCKE AUF DEN THRON, ein Spiel von Maxime Rambourg, erschienen bei REPOS, ist für 3-5 Spieler ab 8 Jahren und dauert ca. 30 Minuten.

Beworben wird es folgenderweise:
Einzigartiges Deckbau-Spiel mit einem gemeinsamen Deck
Hochwertiges und ungewöhnliches Spielmaterial mit bedruckten Kartenhüllen und aufklappbaren Truhen
Wunderschöne und humorvoll illustrierte Karten.

Das ist zunächst mal alles so richtig. Die Qualität des Spielmaterial, die Illustrationen, einfach alles ist sehr hochwertig, da darf man sich nicht beschweren.

Wie spielt sich dieses Spiel nun?
Extrem schnell! Jeder Spieler nimmt aus einer gemeinsamen Auslage je 5 Karten und schon gibt es einen Sieger.
Je mehr Spieler am Tisch sitzen, umso mehr ´Spiel´ entsteht. Also bei drei Spielern ist das Spiel noch nicht so tolle, zu fünft macht es aber riesigen Spaß, zumindest denjenigen, die nicht allzu sehr durch die Mitspieler geärgert werden. Das Spiel können zwar durchaus schon 8jährige beherrschen, man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass das Spiel davon lebt, seine Mitspieler ununterbrochen eins reinzuwürgen. Damit kommen Kinder häufig noch nicht so zurecht, und so kann es schnell passieren, dass sich das kindliche Lächeln schnell zu einer weinenden und hasserfüllten Fratze wandelt. Aber auch viele Erwachsene haben da so ihre Probleme.

Also, das Spiel funktioniert so: jeder Spieler hat eine Schatztruhe vor sich liegen, in der sich zu Beginn des Spieles 1 Erbstück im Wert von 10 Rubinen befindet, dazu kommen weitere 10 einzelne Rubinplättchen, sowie ein Startkapital von 3-5 Goldstücken. Der Startspieler erhält drei Goldstücke, der letzte 5 und die anderen jeweils 4 Goldstücke. Es gibt eine Einfluss-Leiste (= Rangfolge) wo jeder, entsprechend seiner Spieler-Reihenfolge ein Gemälde zur Markierung ablegt. Dann gibt es noch 7 Ereigniskarten, wovon 2, verdeckt gezogen, zur ersten Runde bereit gelegt werden, und dann jede weitere Runde eine weitere hinzukommt. Gespielt werden insgesamt nur 4 Runden, es kommen also nur 5 Ereigniskarten zum Einsatz.

In jeder Runde kann jeder Spieler genau eine Karte, die einen Untertanen darstellt, aus einer gemeinsamen Auslage kaufen, in der ersten Runde sogar zwei Untertanen. Es gibt 5 Spalten, in denen die Karten ausliegen, wobei jede Spalte zunächst einen anderen Kaufpreis aufweist. In der ersten Runde gibt es nur 3 Spalten mit den Werten 1,3 und 5. In der zweiten Runde werten die Preisschilder um ein Feld nach rechts verschoben und man kann nun Karten in 4 Spalten kaufen mit den Preisen 0,1,3, und 5. In der dritten Runde gibt es dann 5 Spalten mit den Werten 0,0,1,3,5 und in der vierten und letzten Runde kosten die Karten dann 0,0,0,1 und 3. Bezahlen kann man immer mit Gold und/oder Rubinen, wobei beide den gleichen Wert haben. In jeder Spalte liegen 3 Karten, zwei davon sind sichtbar und eine verdeckt. In der ersten Spalte sind alle drei Karten sichtbar. Nach jeder Runde werden die Lücken wieder aufgefüllt, gekauft wird in der Reihenfolge entsprechend der Einflussleiste. Jede Karte, die gekauft wird, steckt man in eine durchsichtige eigene Kartenhülle, die auf der Vorderseite eine Spielerkennung hat, diese wird dann auf einen gemeinsamen Ablagestapel zu den bereits im Spiel befindlichen Ereigniskarten gelegt. Am Rundenende wird dieser Stapel gemischt und Karte für Karte abgearbeitet. In den folgenden Runden kommen immer jeweils eine Ereigniskarte sowie eine neu gekaufte Karte je Mitspieler hinzu. In der ersten Runde werden bei 5 Mitspielern also 12 Karten ausgewertet, da in der ersten Runde jeder Spieler 2 Karten kauft. ( = 10 Karten bei 5 Mitspielern sowie zwei Ereignisse.) In der 2. Runde sind es dann 18 Karten, in der 3. Runde sind es 24 Karten und in der letzten Runde sind es 30 Karten. Man werdet also insgesamt 84 Karten aus. Jeder Mitspieler darf daher 14 eigene Untertanen während des Spieles auswerten, dazu kommen 14 Ereignisse, die für alle Mitspieler gelten.

Die Karten werden nach jeder Runde verdeckt gemischt und dann eine nach der anderen umgedreht und ausgewertet.
Und jetzt beginnt der Ärger, der kein Ende nimmt. Man kann bei jeder eigenen Karte entscheiden ob man eventuell Geld oder Rubine bekommen möchte oder Mitspieler bestimmen, die Rubine abgeben müssen. Man kann die Einflussreihenfolge verändern oder man gibt Mitspielern Plättchen mit maskierten Dieben, die auch wieder dazu führen, das dadurch Rubine verloren werden. Das Spiel lebt davon, alle seine Mitspieler gehörig zu ärgern. Natürlich ist sofort jeder am Jammern, bitte unbedingt die Anderen zu schädigen, da man ja sowieso am schlechtesten dasteht und keine Chance mehr auf den Sieg hat. Die Rubine und das Geld hält man verdeckt in seiner Schatzkiste und wer sich alles gut merken kann ist hier etwas im Vorteil. Hat man keine einzelnen Rubine mehr und muss aber welche abgeben, darf man sein Erbstück für weitere 10 Rubine verkaufen. Das darf man aber erst zu diesem Zeitpunkt und nicht schon früher, um nicht so seine Mitspieler auszutricksen, um etwa weniger Rubine anzuzeigen als man tatsächlich hat.

Wer nach 4 Runden die meisten Rubine hat gewinnt das Spiel. Man bekommt zusätzlich zu seinen Rubinen in der Schatzkiste noch einen Rubin sofern man das meiste Geld hat, einen weiteren Rubin sofern man erster auf der Einflussleiste ist und muss einen Rubin abgeben, wenn man die meisten Diebe vor sich liegen hat.

FÜR DIE KRONE ist ein sehr schönes Familienspiel, bei dem man so richtig ärgern darf aber auch in gehörigem Umfang geärgert wird. Da verliert schon mal der eine oder andere den Sinn für den Sieg und möchte nur noch mit rotem Kopf denjenigen Mitspieler genauso schädigen, wie dieser ihn schon die ganze Zeit schikaniert. Da freuen sich dann natürlich die anderen Mitspieler. Für spielunerfahrene Familien empfehle ich daher das Spiel nicht, da tatsächlich das Ärgern im Vordergrund steht und auch unvermeidlich ist, möchte man das Spiel gewinnen. Mensch ärgere dich nicht ist da im Vergleich dazu ein laues Lüftchen gegen diesen Orkan.

Das Spiel ist eher simpel, hat einen sehr hohen Glücksanteil und eine andauerte und intensive Interaktion. Wem dies gefällt, der wird dieses Spiel lieben, alle anderen aber lieber zu einem anderen Spiel greifen.

Da ich das Spiel für Spieler bewerte, für die dieses Spiel gemacht wurde, vergebe ich 4 ärgerliche Punkte.

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