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Bewertung

Azul - Die Gärten der Königin

Bewertung von Viktor P. aus Frankfurt
21.05.2024

Das Original Azul (Spiel des Jahres 2018) gehört zu den besten Einstiegen in die moderne Brettspielwelt, auch wenn es als "abstrakt" gilt, aber hey, welches alte Brett- oder Kartenspiel ist nicht abstrakt?
Dieses hier ist das vierte in der Reihe, und ich empfehle sehr, die Spiele auch alle in dieser Reihenfolge kennenzulernen, es gibt Schritt für Schritt immer mehr Neues, es wird immer komplexer, erst ein wenig, dann schneller, und dieses hier ist schon ein richtiges Kennerspiel. Für die ersten drei brauche ich für die erste Partie zu zweit eine Stunde, wenn ich es jemandem neu beibringe, bei diesem hier doppelt so lange. Und das, obwohl es "nur" über 4 Runden geht, das erste Azul ist meist nach 5 Runden zu Ende, die beiden nächsten gehen über je 6 Runden. Aber bei diesem hier sollte man rechtzeitig mit dem Grübeln beginnen, wenn man hinterher nicht Stöhnen will.
Außerdem empfehle ich, vorher QUIRKLE (Sp.d.J. 2011) kennengelernt zu haben, denn es gibt viele Parallelen: Während es bei den vorigen Azul-Spielen nur 5 bzw 6 verschiedene Steine gibt, sind es hier sechs Farben mal sechs Bilder (Zeichnungen), also 36 verschiedene Steine (Blumenbeete), jedes dreimal enthalten, dazu kommen noch 36 "sechseckige" 7-Waben-Täfelchen, auf die jeweils so ein Beet vorgedruckt ist. Die Auswahl (Draften) der Beete ist deutlich komplexer als bei den Vorgängern, sie werden nicht alle vor Rundenbeginn ausgelost, sondern in Raten von 4 Stück, dafür müssen aber bei der Auswahl alle ausliegenden berücksichtig werden. Sowohl beim Draften, als auch beim "Bezahlen" eines Beets, wenn man es in seinen Garten einbaut, müssen alle Beete entweder dieselbe Farbe oder Zeichnung haben, aber es darf auch kein identisches Beet dabei sein, das also in beidem überein stimmt. Und auch im Garten liegend dürfen zusammenhängende Gruppen von Beeten gleicher Farbe keinen mit gleicher Zeichnung enthalten, sowie umgekehrt, auch nicht durch nachträgliche Verbindung. Da man nur zwölf Steine und zwei Täfelchen zwischenlagern darf, und was nicht rein passt, darf man gar nicht draften, muss man aufpassen, fürs Bezahlen "teurer" Steine genügend Platz zu haben. Anders als bei den Vorgängern muss man in jedem Zug entscheiden, ob man sich neue Steine nimmt oder erstmal einen vorhandenen einbaut, um Platz im Lager zu schaffen, notfalls kann man auch einen neutralen Gartenanbau (Rückseite der Täfelchen) mit Punkten kaufen. Um teure Steine zu platzieren, für die man 5 oder alle 6 verschiedenen Steine einer Farbe oder Zeichnung (die man schwer zusammen bekommt), gibt es Joker-Steine, die man erhält, wenn man den Springbrunnen in der Mitte, eine Statue oder Bank oder einen der Pavillons auf den Ausbauten komplett umbaut. Für die Pavillons gibt es auch nach jeder Runde Punkte, da werden zudem Beete bestimmter Farben bzw Zeichnungen belohnt, aber die meisten Punkte gibt es natürlich bei der Schlusswertung, in der alle zusammenhängenden Gruppen zählen, die mindestens drei Steine umfassen, für vollständige Sechser-Gruppen gibt es noch 6 Punkte Bonus, wie bei Quirkle halt.

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