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Bewertung

Cat and the Tower (deutsch)

Bewertung von anonym
16.10.2026

Yuki und der wackelige Turm des Glücks

Verpackung und Spielmaterial

Schon die Verpackung von „Cat and the Tower – Yukis Reise zu den Sternen“ finde ich zauberhaft gestaltet. Besonders die niedliche Katze mit ihrem roten Schal hat mich direkt angesprochen. Auch die Holzfiguren und das gesamte Spielmaterial sind liebevoll gestaltet und machen optisch einen sehr schönen Eindruck.

Die Spielanleitung liegt sowohl in gedruckter Form als auch als Video zur Verfügung, das sich über einen QR-Code aufrufen lässt. Mein Verlobter und ich haben uns beides angeschaut. Vor allem die Videoanleitung hat uns sehr dabei geholfen, die Spielregeln und den Ablauf vollständig zu verstehen.

Das Spiel ist ab 8 Jahren empfohlen. Diese Altersangabe hat mich zunächst überrascht, denn obwohl die Gestaltung sehr kindgerecht und niedlich ist, steckt spielerisch deutlich mehr dahinter, als ich anfangs erwartet hätte. Ich würde es als eine anspruchsvollere Variante von Jenga beschreiben, bei der Geduld, Geschicklichkeit, taktisches Denken und ein gutes Gefühl für die Balance gefragt sind.

Ein kleiner Kritikpunkt betrifft für mich die Wandplättchen. Diese lassen sich recht leicht biegen. Ich frage mich daher, wie stabil sie bei häufigem Spielen bleiben und ob sich mit der Zeit Risse an den Kanten bilden könnten. Ob Ersatzteile erhältlich sind, konnte ich anhand der vorhandenen Informationen leider nicht erkennen. Hier hätte ich mir einen Hinweis des Herstellers gewünscht.

Spielerlebnis und Spielablauf

Nachdem mein Verlobter und ich uns mit der Anleitung vertraut gemacht hatten, konnten wir auch schon loslegen. Das Spiel bietet zwei Varianten: In der kooperativen Story-Variante versuchen wir gemeinsam, Yuki bis zu bestimmten Stockwerken des Turms zu bringen – nämlich bis zur zehnten, dreizehnten, fünfzehnten, siebzehnten oder zwanzigsten Etage. In der kompetitiven Variante treten wir gegeneinander an.

Für mich ist es besonders wichtig, das Spiel auf einem stabilen Tisch zu spielen, der möglichst nicht wackelt. Alternativ kann ich mir vorstellen, den Turm direkt auf dem Boden aufzubauen. Schon kleine Erschütterungen können nämlich darüber entscheiden, ob der Turm stehen bleibt oder in sich zusammenfällt.

Bisher haben wir es leider noch nicht über das zehnte Stockwerk hinausgeschafft. Spätestens dort ist unser Turm bisher eingestürzt. Wie man es bis zur zwanzigsten Etage schaffen soll, ist mir momentan noch ein Rätsel! ? Da die Wandplättchen unterschiedlich hoch sind, wird der Turm beim Aufbau zunehmend schief. Dadurch muss ich ständig einschätzen, in welche Richtung ich die nächste Ebene ausbalancieren kann, ohne dass alles zusammenbricht.

Genau hier liegt für mich auch eine Schwierigkeit bei der empfohlenen Altersgruppe. Obwohl das Spiel optisch wunderbar für Kinder geeignet erscheint, erfordert es aus meiner Sicht eine Menge Geduld, Konzentration und Fingerspitzengefühl. Selbst mein Verlobter und ich waren zwischendurch frustriert, wenn der Turm kurz vor unserem Ziel wieder zusammengefallen ist. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass jüngere Kinder schnell die Lust verlieren könnten, wenn sie immer wieder von vorne beginnen müssen.

Was mir dagegen besonders gut gefällt, ist die Geschichte rund um Yuki. Ich finde es schön, dass wir nicht einfach nur einen Turm bauen, sondern gemeinsam eine Reise erleben und Yuki dabei helfen, ihrer Mama näherzukommen. Das hat uns auch dazu angeregt, miteinander zu kommunizieren und unsere nächsten Schritte abzusprechen.

Ein weiteres schönes Detail sind die QR-Codes, mit denen sich die Geschichte nach dem Erreichen der jeweiligen Stockwerke fortsetzen lässt. So werden wir mit zusätzlichen Erzählabschnitten belohnt, wenn wir ein bestimmtes Ziel erreichen. Ich bin gespannt, welche Geheimnisse sich im weiteren Spielverlauf noch offenbaren – und natürlich möchte ich auch herausfinden, warum Yuki eigentlich einen Schal trägt!

Mein Fazit

Das Spiel ist für mich ein liebevoll gestaltetes Spiel mit einer schönen Geschichte, das spielerisch allerdings anspruchsvoller ist, als es auf den ersten Blick vermuten lässt.

Mir gefällt besonders die Kombination aus Geschicklichkeit, taktischem Denken und einer fortlaufenden Geschichte. Die niedlichen Figuren und die Möglichkeit, durch das Erreichen bestimmter Stockwerke weitere Teile der Geschichte freizuschalten, motivieren mich, es erneut zu versuchen.

Für einen entspannten, geselligen Familienabend würde ich das Spiel allerdings nur bedingt empfehlen. Gerade mit drei oder mehr Personen stelle ich mir das gemeinsame Spielen schwierig vor, da man leicht an den Tisch stoßen und dadurch den gesamten Turm zum Einsturz bringen kann. Auch die notwendige Geduld und das genaue Ausbalancieren könnten für jüngere Kinder eine Herausforderung sein.

Persönlich würde ich das Spiel daher eher für Kinder ab etwa 12 Jahren empfehlen, die Freude an Geschicklichkeitsspielen haben und auch bei Rückschlägen geduldig bleiben können. Natürlich hängt das auch von der individuellen Entwicklung und Spielerfahrung des Kindes ab.

Wir haben unser erstes Spiel innerhalb von etwa 20 Minuten bis zum zehnten Stockwerk geschafft. Auch wenn wir unser eigentliches Ziel noch nicht erreicht haben, macht mir das Spiel grundsätzlich Spaß und ich bin gespannt, ob wir es beim nächsten Versuch weiter nach oben schaffen.

Für mich ist es ein optisch wunderschönes und kreatives Spiel, das eine spannende Geschichte erzählt, aber gleichzeitig einiges an Geschick und Nervenstärke verlangt. ?? Vielen Dank, dass ich das Spiel durch vorabspielen.de testen durfte.

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