0 Artikel im Warenkorb

Alle Verlage

Bestseller

Copyright 2026 Milan-Spiele, Michael Lang

Bewertung

Tindaya (deutsch)

Bewertung von Achim T. aus Waldbronn
18.08.2025

Das Spiel ist ein Schwergewicht.
Da ist schon mal die Anleitung, die man sehr sorgfältig studieren muss.
Es wird genau zwischen Anführern, Ureinwohnern und Stammesmitgliedern unterschieden, aber offen gelassen, ob das nur eigene oder auch fremde Meeple sein dürfen. Welche Aktion verpflichtend oder optional, mit oder ohne Tokenverbrauch ist, verlangt eine Menge Vor- und Zurückblättern. Es gibt gute Playthroughs auf Englisch, die da helfen.
Weiterhin ist das Spiel selber unbarmherzig. Eroberer vom Festland entdecken unsere Inseln, und sagen in bester Konquistadorenmanier: Nettes Land. Nehm ich. ALs hätten wir es nicht schon schwer genug, der Heimat die notwendigen Resourcen abzuringen. Kaum Holz, Lehm oder Stein, und das Wenige kann auch noch beim nächsten Vulkanausbruch verschwinden.
Wenn man seinen Stamm nicht ernähren kann, zürnen die Götter. Überzähliges Essen, das vergammelt, erzürnt die Götter.
Wenn man sie durch Opfer besänftigt, schicken sie immer noch Lava und Sturmfluten, aber etwas weniger davon.
Jede Runde ist also eine Knobelaufgabe, wer von uns mit seinen Mitteln das Unglück abwenden, bzw, begrenzen kann. Das muss man mögen. Ich mag das.
Ausstattung ist top. Kleine Holzfiguren für Schweine und Ziegen, der Spielplan macht was her, und das Spielertableau ist schön aufgeräumt.
Eine schöne Idee ist der Technologiebaum. Die Grundfertigkeiten (Fischen, Ackerbau, Schweine- und Ziegenzucht) kann man nur von den Mitspielern lernen. Die davon abgeleiteten Techniken erforscht man dann durch Zahlen von Rohstoffen.
Man kann Solo spielen (beinhart), kooperativ oder semikooperativ. Die letzte Variante funktioniert erstaunlich gut, weil die Siegbedingungen teilweise geheim sind, und weil das gemeinsame Verlieren immer ein Option ist.
Im thematisch ähnlichen Spiel Archipelago hat das gar nicht geklappt. Wenn man da den einen Mitspieler mit Fisch aufgefordert hat, seinen Fisch für die Allgemeinheit zu stiften, hat der regelmäßig gestreikt. Wenn ihr mich nicht gewinnen lassen wollt, dan sterben wir halt alle!
In Tindaya ist man zur Solidarität motiviert, und das funktioniert.
Die Lernszenarien machen das Lernen eher schwerer. Die Spielhilfen sind gut gemacht.

Zurück
Artikeldetails

Angebot der Woche

Angebote im Januar 2026

Neue Angebote

Jetzt vorbestellen

Spielend für ToleranzAsmodee FlagshipstorePegasus Spiele PremiumshopASS Ausguckhändler
Der Artikel wurde ihrem Warenkorb hinzugefügt.